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29. Linzer Pflasterspektakel: 23. - 25. Juli 2015

Pflasterspektakel 13. - 15. Juli 1989

Das dritte Linzer Pflasterspektakel glänzte schon wieder mit einem Rekord: 291 Mitwirkende aus 13 Ländern präsentierten ihre Kunst. Weil es mehr Bewerbungen als Auftrittsmöglichkeiten gab, war heuer erstmals eine Auswahl notwendig.

Noch steht die Berliner Mauer, noch gibt es den so genannten Ostblock, der sich in diesem Jahr kulturell stark in Linz beteiligt. Die Oberösterreichische Nachrichten schreiben: „Das Linzer Pflaster wird ein west-östlicher Diwan - auch aus Ungarn und der DDR sind Anmeldungen eingelangt.“ Es standen 20 Standplätze zwischen Hauptplatz und Langgasse zur Verfügung, die von jeder Gruppe oder jedem Einzelaufführenden jeweils zwei Stunden zwischen 9 und 22 Uhr genutzt werden konnten, dann gab es Szenenwechsel.

In der Festivalzentrale, die erstmals in der Kunstuniversität, damals noch Kunsthochschule, am Hauptplatz eingerichtet war, konnte man die jeweiligen Tagesprogramme auf einer großen Tafel ablesen. Da es in den Jahren zuvor für die Straßenbahn schon größere Probleme gab, ihren Weg durch das Meer des begeisterten Linzer Publikums zu bahnen, wurde für Freitag- und Samstagabend ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Besonderes:
Am Hauptplatz präsentierte ein Kleinzirkus eine Raubtiernummer und die Schottin Jenny Brent musste nach einem Unfall beim Feuerschlucken ins Krankenhaus eingeliefert werden.

 

Pflasterspektakel 20. - 23. Juli 1988

„Es muss ein nächstes Mal geben“, war der allgemeine Tenor nach den „Internationalen Straßenmusikantentage“ vom Jahr 1987. Niemand wollte mehr die unbeschwerte Stimmung und die unkonventionellen Darbietungen in der Linzer Innenstadt missen. Das Team des Kulturamtes rund um Kulturdirektor Siegbert Janko und Harald Wildfellner begann sofort mit der Arbeit an einer erfolgreichen Wiederholung und taufte das Straßenkunstfest "Linzer Pflasterspektakel".

Diesmal kamen schon 200 AkteurInnen und zur Musik gesellten sich Pantomime, Zauberei, Gauklerei und Akrobatik. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde das Spektakel nicht auf die ganze Stadt verteilt, sondern auf die Landstraße konzentriert. Die StraßenkünstlerInnen aus England, der BRD, der DDR, Italien, Frankreich, Jugoslawien, den USA und Österreich präsentierten ihre Künste der begeisterten Linzer Bevölkerung von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends.

Erste Jahre sind immer auch Jahre des Experimentierens und Testens: 1988 fand auf einer Bühne am Hauptplatz eine große Abschlussveranstaltung des Festivals statt, was die beteiligten KünstlerInnen jedoch nicht als ideal empfanden. StraßenkünstlerInnen stehen nicht auf der Straße, weil sie keine Bühne haben, sondern weil sie keine Bühne wollen.

Besonderes:
Im Jahr 1988 war das Pflasterspektakel von wirklichen Pflasterungsarbeiten geprägt! Da soeben der Bau der Hauptplatz-Tiefgarage fertig gestellt wurde, musste nun der ganze Hauptplatz neu bepflastert werden. Pflasterungsarbeiten am Pflasterspektakelgelände also, die vorgewarnten KünstlerInnen trugen die nicht ganz erwünschte Konkurrenz mit Humor.


 

Pflasterspektakel 16. - 19. Juli 1987

1987 war es dann so weit: 150 MusikerInnen, vor allem aus Österreich und Deutschland, jedoch auch aus Frankreich, England und den USA, haben sich auf die Ausschreibung der „Internationalen Straßenmusikantentage“ hin gemeldet und alle wurden angenommen.

Vom Hauptplatz bis zum Schillerplatz, vor dem Neuen Rathaus, bei Einkaufszentren, Gaststätten und an den Badeseen wurde die Linzer Bevölkerung mit klassischer Musik über Jazz, Country bis zur Volksmusik überrascht. Als besondere Attraktion stellte sich die 30 Köpfe starke Samba-Truppe „Die Münchner Ruhestörer“ heraus, die schon einen Vorgeschmack auf das Brasilien- und Karibikflair gaben, das sich in späteren Jahren zu rauschhaften Samba-Umzügen steigerte.

Die Aktion war von strahlendem Wetter begleitet und endete in einem improvisierten Abschlussfest: Alle Mitwirkenden stürzten sich gemeinsam mit den OrganisatorInnen in das kühle Nass des Linzer Parkbads. Daran, dass sie soeben eines der größten Straßenkünstler-Festivals Europas erfunden hatten, dachte dabei wohl niemand.