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29. Linzer Pflasterspektakel: 23. - 25. Juli 2015

Pflasterspektakel 22. - 24. Juli 1999

Das letzte Pflasterspektakel des 20. Jahrhunderts wurde durch zehn neue Standplätze in der Altstadt und auf dem neu eröffneten Arenaplatz ergänzt. Um die viel frequentierte Achse „Hauptplatz – Landstraße“ zu entschärfen, gab es viele Erweiterungsversuche in der Geschichte des Festivals. Erfolglos war die Herrenstraße, der Versuch einer Einbindung der Nibelungenbrücke Richtung Urfahr wurde erst gar nicht gestartet. Die Altstadt hingegen hat sich seit damals sehr erfolgreich als besonders attraktive Zone inmitten historischer Kulisse etabliert.

Drei Tage lang konnte man also wieder von 12 bis 24 Uhr, nun schon zum 13. Mal, das Pflasterspektakel besuchen. Erstmals spielte heuer das Wetter überhaupt nicht mit. Spätherbstlich und trüb präsentierte sich der Linzer Sommer, weshalb am ersten Tag nur 20 000 BesucherInnen den Weg in die Innenstadt fanden, am verregneten Freitag waren es dann immerhin schon 60 000 und am wieder trockenen Samstag dann unglaubliche 100 000 begeisterte ZuschauerInnen.

Projektleiter Christian Denkmaier und Kulturdirektor Siegbert Janko waren aber vor allem von der Qualität der KünstlerInnen begeistert, die sie als „überragend“ bezeichneten.

Besonderes:
Hart im Nehmen zeigten sich die Kinder, die im Landhauspark ohne Kompromisse das Programm durchzogen und den Regen einfach ignorierten.


 

Pflasterspektakel 23. - 25. Juli 1998

„Die ohne Zweifel beste Veranstaltung, die Linz je auf die Beine gestellt hat“, schrieben die Oberösterreichischen Nachrichten über das 12. Pflasterspektakel. „Wie in der rush-hour in Tokio kamen sich Donnerstag Abend manche BesucherInnen des Linzer Pflasterspektakels vor. So dicht war das Gedränge entlang der Landstraße“, fuhr der Artikel fort.

Um das zahlreiche Publikum beim Festival bestmöglich zu betreuen, waren wieder rund 100 MitarbeiterInnen im Einsatz. Mit den Pflasterspektakel-Strohhüten sommerlich gekennzeichnet verteilen sie die aktuellen Tagesprogramme und stehen an den Infopoints in den Innenstadt für alle Fragen und Wünsche offen.

Auch ohne Gagen ist das Teilnahme-Interesse von weltbesten StraßenkünstlerInnen ungebrochen. Ein Erfolgsgeheimnis des Pflasterspektakels liegt darin, dass sich die KünstlerInnen auf Grund der von Stadt, Organisationsteam und Publikum entgegengebrachten Wertschätzung und Gastfreundlichkeit in Linz sehr wohlfühlen.

Ein altbewährter „Wohlfühlfaktor“ ist besonders die Kunstuniversität am Hauptplatz, die seit 1989 als Festivalzentrale den gemütlichen Austausch- und Begegnungsort aller AkteurInnen bildet. Aber auch die Jahnschule in Urfahr, wo die meisten KünstlerInnen, besonders die Sambagruppen, in Turnsäle bzw. Klassenräume nächtigen und von Schulwart Werner Reischl bestens betreut werden, verzeichnet mittlerweile Kultstatus.


Pflasterspektakel 17. - 19. Juli 1997

Nach dem unglaublichen Besucherrekord von 220 000 Leuten im Jubiläumsjahr 1996, zeigte sich auch heuer wieder, dass das Interesse der KünstlerInnen von Jahr zu Jahr größer ist als die Auftrittsmöglichkeiten. Aus 1 800 AkteurInnen konnte man nur 500 auswählen, um ihre Kunst auch tatsächlich im als sehr spendefreundlich bekannten Linz zu präsentieren.

Aber nicht nur für die hohe Spendenfreudigkeit genießt das Linzer Publikum bei der Straßenkunstszene einen so guten Ruf, sondern auch für den Charme und den hohen Anspruch an Kunst und Kultur, der in dieser Stadt zu verspüren ist. Besonders erfreulich ist der seit Anbeginn stetig wachsenden Anteil an Stammpublikum – immer wieder war und ist zu vernehmen, dass die familiäre Urlaubsplanung sogar nach den Pflasterspektakel-Terminen ausgerichtet wurde.

Heuer wurde an 37 Standorten gegaukelt, getanzt und gesungen, Radio Oberösterreich war als Hauptmedienpartner erstmals mit einer Bühne, die Moderation und Live-Interviews mit KünstlerInnnen bietet, am Taubenmarkt präsent. Acht Sambagruppen sorgten dieses Jahr für heiße Pflasterrhythmen, die täglich ab 19 Uhr am Alten Markt in einer Samba Session gipfelten.

Besonderes:
Erstmals gab es im Rahmen des Pflasterspektakel auch eine Hochzeit: Der Hamburger Pantomime Martin lernte die ungarische Künstlerin Romanis beim Pflasterspektakel 1994 kennen. Heuer heirateten sie im Schlosspark und traten dann gemeinsam in voller Hochzeitsmontur als „Kopfstein Comedy Company“ auf, was das Linzer Publikum spontan mit Sekt feierte.


Pflasterspektakel 18. - 20. Juli 1996

10 Jahre Linzer Pflasterspektakel! Ein großformatiges Heft informierte das Publikum in diesem Jahr nicht nur über die 500 KünstlerInnen aus 30 Ländern, sondern gab auch einen Rückblick über die sagenhafte Erfolgsgeschichte der internationalen Straßenkunsttage.

Siegbert Janko, Kulturdirektor der Stadt Linz und Erfinder des Pflasterspektakels schrieb im Vorwort: „Vor 10 Jahren war es der Traum von einem bunt-lebendigen Stadtfest. Heute wird Linz einmal im Jahr zum europäischen Zentrum der Straßenkunst; ein Woodstock für Pflasterkünstler, die aus der ganzen Welt kommen und diese Stadt mit turbulentem Zauber und originellen Bildern erfüllen. Und es scheint, als würden Fröhlichkeit und Lockerheit jedes Jahr einen neuen Höhepunkt erreichen: wie Weihnachten im Sommer erscheint das Linzer Pflasterspektakel, dieses märchenhafte Fest der Sinne.“

In der Kunsthochschule zeigte eine „Pflasterfotoausstellung“ die Höhepunkte der letzten 10 Jahre, während mit den Sandskulpturen am Hauptplatz erstmals auch die plastische Kunst im Programm repräsentiert war. Ebenfalls neu war ein Kinderprogramm beim Linzer Landhaus-Park, der sich sofort zum Klassiker etablierte und auch in den kommenden Jahren für Spiel, Spaß und Spannung sorgen sollte.

Besonderes:
Das Hooligan Ballet aus England meinte: „In our careers the memory of Linz stands for the true spirit of live entertainment and continues to inspire us.“

 

Pflasterspektakel 20. - 22. Juli 1995

Aus Platzgründen wurde das Festival wieder auf 400 KünstlerInnen aus über 25 Ländern limitiert. Auch wenn man fast 500 Anträge ablehnen hat müssen, hat sich Linz unwidersprochen noch vor Metropolen wie Barcelona zum europäischen Zentrum der Straßenkunst etabliert.

Zum ersten Mal ging das Pflasterspektakel zwischen Schillerplatz und Donaulände von 9 Uhr vormittags bis Mitternacht. Dem Kulturamt war es gelungen, bei der Polizei die Sondergenehmigung zu bekommen, dass das Pflasterspektakel bis 24 Uhr dauern darf. Dies war nur deshalb möglich, weil das Festival trotz des enormen Publikumszuspruchs bislang immer ein friedvolles und radauloses Fest war.

Die ESG richtete wieder täglich ab 19 Uhr zwischen Blumau und Sonnensteinstraße einen Schienenersatzverkehr ein. In der Zeit vor „Bus statt Bim“ waren erstmals umsorgte StraßenbahnordnerInnen auf der Landstraße unterwegs, die mit bunt gestalteten Einmeter-Stäben Publikumsgruppen vorsichtig von den Schienen „drängten“, sobald eine Straßenbahn im Anrollen war. „Menschenschieber“ werden diese rettenden Hilfsmittel seit damals genannt. Eine wichtige Erfindung, den einen derart fulminanten Start hat das Linzer Pflasterspektakel noch nie erlebt: Schon am Abend des Eröffnungstages zählte man 60 000 ZuseherInnen.

Besonderes:
Am linken Donauufer legte während des Spektakels ein Klangschiff an. Eine Bläser-Figuren-Seiltanz-Komposition von Helmut Lutz erfreute das interessierte Linzer Publikum.

 

Pflasterspektakel 21. - 23. Juli 1994

Heuer traten erstmals über 100 Gruppen mit insgesamt 400 KünstlerInnen aus 20 Ländern beim Linzer Pflasterspektakel auf. Da die fantasievollen Schreibweisen des Wortes „Pflasterspektakel“ der vielen internationalen Anmeldungen im Kulturamt immer wieder Anlass für lautes Lachen boten, kam das Pflasterteam auf die Idee, „Pflasterspektakel“ in Bildern darzustellen. Ein witziger Aufkleber, mit „Pflaster“, „Speck“ und „Dackel“, wirbt für das Sommerereignis in der Innenstadt.

Mit 35 Gruppen ist die Sparte „Musik“ in diesem Jahr traditionsgemäß am stärksten vertreten. Aber immer mehr kristallisierte sich als entscheidendes Festivalprofil heraus, die bunte Palette der Straßenkunst in ihrer Gesamtheit und auf höchstem Niveau zu präsentieren, was noch heute eine Besonderheit des Pflasterspektakels im Vergleich zu anderen Festivals ist.

Diese vielfältigen Ausdruckformen bedurften oft ganz unterschiedliche Auftrittsbedingungen. Aus diesem Grund setzte das Organisationsteam im Laufe der Festivalentwicklung strukturelle Schritte, die den „Wettstreit“ der KünstlerInnengruppen um die Gunst des Publikums auf der Straße immer entschärften. So regeln seitdem auch Zufallsnummern die Reihenfolge bei der Auswahl der Auftrittszeiten und –plätze. Fairness und solidarisches Miteinander aller Teilnehmenden ließen das Pflasterspektakel zu einem großen künstlerischen Begegnungsfest werden.

Es ist auch Beweis für das gewachsene kulturelle Selbstverständnis der ehemaligen Industriestadt, denn über 200 000 BesucherInnen wären sonst nicht erklärbar, selbst wenn man das sagenhafte Wetterglück berücksichtigt.

Pflasterspektakel 22. - 24. Juli 1993

Entlang der Landstraße, am Alten Markt und erstmals auch in der neu eröffneten Taubenmarkt-Arkade präsentierten sich 420 PflasterkünstlerInnen aus über 17 Ländern.

Das Pflasterspektakel ist in der Zwischenzeit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Linzer Innenstadt geworden. An dem wollte natürlich auch die Gastronomie kräftig mitpartizipieren, die jedoch wegen nicht zugelassener Stände auf der Landstraße Probleme mit den Behörden bekamen. In eingehenden, wochenlangen Diskussionen wurde die Situation für die nächsten Jahre im Anschluss an das Pflasterspektakel geklärt. Mit Information und Kommunikation, transparenten Entscheidungsvorgängen und klaren Rahmenbedingungen konnten in der Geschichte dieses Festivals verschiedene „Vereinnahmungsversuche“ und zu starke kommerzielle Begehrlichkeiten abgewehrt werden.

Diesen kulturpolitisch wichtigen Erfolgsfaktor des Festivals gilt es noch immer zu bewahren, nämlich einzig und alleine die lebendige Straßenkunst und ihr begeistertes Publikum im Fokus der Pflasterspektakelorganisation zu haben! Heuer spielte erstmals der Wettergott gar nicht mit, es regnete. Interessanterweise führte dies wieder zu einem Publikumsrekord von über 200 000 ZuseherInnen, weil nun viele Leute, die sonst baden gehen würden, dazu angetrieben wurden, sich in der Stadt eine Portion Kultur zu genehmigen.

Besonderes:
Zauberei, Unterhaltung, Clownerie und Jonglage kommen erstmals auch aus Australien.

 

Pflasterspektakel 23. - 25. Juli 1992

Der Programmfolder informierte die kulturbegeisterte Linzer Bevölkerung: „Da sich die Straßenkunst nicht in das Korsett eines genau vorgeplanten Programmablaufes zwängen lässt, werden die Auftrittswünsche am jeweiligen Veranstaltungstag koordiniert.“

Das Herzstück des Festivals ist seit Anbeginn die Programmgestaltung durch die KünstlerInnen selbst: Wann wer wo auftritt, bestimmt nicht die Festivalorganisation, sondern die KünstlerInnengruppen wählen ihre bevorzugten Auftrittsplätze und -zeiten an jedem Festivaltag in der Früh selber aus.

350 KünstlerInnen waren an 20 Orten entlang der Landstraße im Einsatz. Die Band „Kollana“ zauberte mit bolivianischer Musik Urlaubsflair in den sonnigen Nachmittag, der Clown Ninny reizte als pantomimischer Dirigent sein Publikum zum Lachen, das Jugendtrio „die Eferdinger Chefpartie“ röhrte Evergreens, ein Feuerschlucker der Schweizer Gruppe „Payazzo“ schluckte Feuer, Drehorgelklänge begleiteten ein Kasperltheater für die Kleinen.

Das Pflasterspektakel ist eines der wenigen Straßenkunstfestivals, das im Falle von ausgesprochenem Schlechtwetter „überdachte Alternativen“ zur Verfügung stellt. In diesem Jahr kamen verschiedene Innenstadtlokale, Geschäftspassagen und Arkaden erstmals als Schlechtwetterersatzorten zum Einsatz. Aber nach verregnetem Beginn freuten sich Publikum, KünstlerInnen und Organisation wieder über eines der erfolgreichsten Pflasterspektakel der Festivalgeschichte.

 

 

Pflasterspektakel 18. - 20. Juli 1991

Das Linzer Pflasterspektakel etablierte sich bereits europaweit als ein Zentrum der Straßenkunst. Die zunehmende Bedeutung und wachsende Größe dieser Veranstaltung ging – nicht zuletzt auf Grund des enormen Publikumsinteresses – auch mit einem stetig steigenden Qualitätsanspruch an das Festival einher. Das improvisierte StraßenkünstlerInnen-Treffen des ersten Jahres entwuchs endgültig seinen „Kinderschuhe“ und entwickelte sich in den 90er Jahren Schritt für Schritt zu einer der imageträchtigsten Linzer Großveranstaltungen.

Viele neue Entwicklungen, oft auch einmalige Experimente, standen im Zeichen einer zukünftigen Service-Orientierung für Publikum und KünstlerInnen. So konnte man das aktuelle Tagesprogramm nicht nur der Übersichtstafel im Informationsbüro in der Kunsthochschule am Hauptplatz entnehmen, sondern auch eine Pflasterspektakel-Hotline gab 1991 Auskunft über das Gebotene.

Da man im Jahr zuvor an die räumlichen Grenzen der Linzer Innenstadt gestoßen ist, beschränkte man jetzt das Spektakel auf 300 KünstlerInnen, was jedoch nichts half. Mit 200 000 ZuschauerInnen erreichte man schon wieder einen neuen Publikumsrekord. Das Pflasterspektakel war international wie noch nie, vor allem aus den ehemaligen Ostblockländern, konnte man im ersten Jahr nach dem Fall der Mauer Straßenkunst auf allerhöchstem Niveau bewundern.

Besonderes:
Erstmals wurde die Straßenbahn an allen drei Festivaltagen von 19 bis 22 Uhr durch einen Autobusverkehr ersetzt.

 

Pflasterspektakel 19. - 21. Juli 1990

Während das Pflasterspektakel gerade seinen 4. Geburtstag beging, feierte Linz ein beeindruckendes rundes Jubiläum: das ganze Jahr stand im Zeichen von 500 Jahre Landeshauptstadt.

Nachdem sich die Zahlen der aktiven und passiven StraßenspektaklerInnen wieder massiv erhöht haben, 335 KünstlerInnen standen 150 000 ZuschauerInnen gegenüber, wurde das Festival bis zum Schillerpark und auch in die Herrengasse und Altstadt ausgedehnt. Es erwies sich jedoch als gar nicht so einfach, das Publikum aus der Achse Hauptplatz-Landstraße zu holen. Zahlreiche Workshops in Akrobatik und Ausdruckstanz, Gaukelkunst, Jonglieren, Pantomime, afrikanischem Tanz und Marionettenbasteln für Kinder, wurden dagegen begeistert von den Linzerinnern und Linzern angenommen.

Einige der TeilnehmerInnen trauten sich sogar, das eben Erlernte gleich beim Pflasterspektakel dem interessierten Publikum zu präsentieren. Der Versuch eine Linzer Samba-Band aufzubauen war ebenfalls ein großer Erfolg: Das "Linzer Chaos" gründete ein Schlagzeuglehrer der Linzer Musikschule. Neu waren diesmal neben den Workshops zum Mitmachen auch eine eigene Pflasterspektakel-Galerie in einem alten Straßenbahn-Waggon auf dem Hauptplatz und ein sehr gut besuchtes Kinderprogramm in der Altstadt. Bei absolutem Prachtwetter hat sich Linz nun endgültig zum Mekka der Straßenkunst etabliert.

Besonderes:
Christine Rosenfellner aus Traun wurde zur ersten (und einzigen) Pflasterspektakel-Miss gewählt!